Heimatverein

 Das Helstorfer Wappen

 

 wappen

 

 

 

Das Wappen der Hufschmiede

 

 wappen gr

 

 

 

Dorfstein

 bummeln-stein-bu

 

 

 

Dorfchronik

 dorfchronik

 

 

 

Anschreibebücher

 

anschreibebuch

 

 


 

Heimat- und Museumsverein Helstorf e.V.

    

Als vorrangigstes Ziel sah es der am 18. Januar 1988 gegründete Heimatverein an, Wichtiges, was vernichtet zu werden drohte, zu bewahren und das Vorhandene und Gesammelte zum „Sprechen" zu bringen. „Der Verein bezweckt die Pflege der Heimat und die Erforschung ihrer Geschichte durch persönliche und gemeinsame Arbeit zu fördern insbesondere durch Denkmalschutz und Museumswesen, Naturschutz und Landschaftspflege, Brauchtumspflege und Erforschung der Dorfgeschichte" heißt es in der Satzung des Heimatvereins.

 

Hauptaufgabe war zunächst der Erhalt der dem Verfall ausgesetzten Dorfschmiede, die unter Denkmalschutz steht. Nachdem der letzte Schmied Wilhelm Frehrking jun. 1965 gestorben war, begann die von seinem Vater 1889 gegründete Schmiede zu zerfallen. Im April 1988 wurde der Startschuss zu „100 Jahre Schmiede" gegeben. Die Giebelwände und das gesamte vom Holzwurm befallene Dach mussten wieder hergestellt werden. Wichtig war bei aller Bautätigkeit darauf zu achten, dass die in ihrer Bauweise einzigartige Schmiede im gesamten Neustädter Land authentisch restauriert wurde, Gerätschaften und Handwerkszeuge wurden gründlich überholt.

 

Bereits im September 1989 konnte das „Hufschmiede-Museum Frehrking" eingeweiht werden. Damit war nicht nur ein Schmiedemuseum geschaffen worden, sondern auch eine alte Handwerkskunst lebte wieder auf. Die gelernten Hufschmiede und Schmiede konnten wieder ihrem Handwerk nachgehen, jetzt aber nur zu Demonstrationszwecken.

 

In den vergangenen Jahren wurden so viele Exponate sowohl gespendet als auch erworben, dass eine benachbarte Scheune gemietet wurde, die inzwischen ihre Ergänzung im Neubau einer Museumsscheune 1997 fand. Viele Landwirte, die ihre Landwirtschaft aus verschiedenen Gründen aufgaben, haben dem Heimatverein Geräte — oft 50 Jahre und älter — angeboten, um sie so der Nachwelt zu erhalten.

 

Ganz in der Nähe des Museums konnte der Heimatverein ein Grundstück erwerben und hat dort im November 2001 mit dem Bau einer Ausstellungshalle begonnen. Überwiegend in Eigenleistung konnte diese Halle, in der ausschließlich landwirtschaftliche Geräte und Maschinen gezeigt werden, im September 2002 fertiggestellt werden. Ein weiterer 40 Meter langer Anbau wurde 2004 fertiggestellt.

 

Seit 2009 ist der Heimat- und Museumsverein auch Grundstückseigentümer der alten Schmiede.

Mindestens drei Schmiedetage stehen in jeder Saison unter einem besonderen Motto, so findet im Mai neben dem Schmiedetag ein großer Flohmarkt statt, und am Ständebaum gegenüber dem Hufschmiede-Museum werden neue Symbole befestigt, die über alte Handwerke und Stände informieren, die in Helstorf und Umgebung ausgeübt wurden oder angesiedelt waren. Im August wird speziell für Kinder und Jugendliche ein Ferienprogramm geboten. Die jungen Besucher können dann kleine Hufeisen schmieden und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Im September strömen Tausende zum Handwerkermarkt und zum Kartoffel-Fest. Zum Saisonende im November gibt es noch ein großes Schlachtefest. Weitere Aktivitäten sind u. a. Buttern und Sirup kochen.

 

Auch sportliche Aktionen werden geboten und erfreuen sich großer Beliebtheit wie Radtouren und Boßeln. In den Sommermonaten wird wöchentlich Boule gespielt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist nicht abhängig von einer Mitgliedschaft.


Jeden Dienstagnachmittag findet der Spinn- und Webnachmittag in der Museumsscheune statt. Wöchentlich treffen sich Mitglieder, um Exponate zu restaurieren und um die Anlagen instand zu halten.

 

Einem anderen Bereich, dem Naturschutz, widmet sich der Heimatverein ebenfalls. Schon kurz nach seiner Gründung wurden Rotbuchen und Kopfweiden gepflanzt, aber auch Obstbäume entlang der „Reiterheide".

 

2005 wurde eine Namensänderung beschlossen, nun heißt es: Heimat- und Museumsverein Helstorf e.V.

 

Für die Erhaltungsmaßnahme der Schmiede verlieh die Niedersächsische Sparkassenstiftung dem

 

Heimatverein den 1. Preis für Denkmalpflege in 1989. Helstorf wurde 1989 und 1995 als „Schönstes Dorf in Neustadt prämiiert — sicher ein Erfolg in der guten Zusammenarbeit aller Institutionen und Vereine des Ortes.

 

 

Veröffentlichungen des Heimat- und Museumsvereins:

 

1995 hat der Heimatverein die Helstorfer Chronik herausgegeben:

 

Helstorf – Die Geschichte eines Dorfes an der Leine

 

Ein Glücksfall sind die 70 erhaltenen „Anschreibebücher“ (Tagebücher, Kundenbücher und Kontobücher), die die gesamte Zeit der Hufschmiede Frehrking von 1890 bis 1965 abdecken.

 

Die oft in schwer lesbarer deutscher Schrift verfassten Bücher wurden von dem Autor Stefan Weigang in mühevoller Kleinarbeit in die heutige Druckschrift transkribiert, gegliedert und mit Erläuterungen versehen und schließlich vom Heimat- und Museumsverein 2009 veröffentlicht:

 

Die Anschreibebücher der Frehrking‘schen Schmiede in Helstorf 1889 – 1965

(ISBN 978-3-00-027134-2)

 

Beide vorgenannten Bücher sind erhältlich beim Heimat- und Museumsverein Helstorf e.V.